Geschichte der künstlichen Intelligenz

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Die ersten Computer hatten noch handtellergroße Relais, mit denen zwischen An und Aus geschaltet wurde. Heute passt, was einst einen Raum füllte, auf eine Cent-Münze. Die modernen Chips sind nicht nur kleiner, sondern auch schneller. Nur so sind sie in der Lage, die komplexen Prozesse der künstlichen Intelligenz durchzuführen.

Als 1997 ein Computer einen Schachgroßmeister besiegte, wurde künstliche Intelligenz plötzlich für jedermann sichtbar. Mancher zeichnet schon ein Szenario, in dem die Roboter die Weltherrschaft übernehmen, Tatsächlich sind wir aber auch heute noch weit davon entfernt. Zwar hat die KI seitdem große Fortschritte gemacht, aber noch immer sind Computer nicht in der Lage, eine komplette generelle Intelligenz zu haben.

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KI lernte das Fahren von Autos

Der nächste große Schritt in der KI kam mit der Entwicklung selbstfahrender Autos und der Fähigkeit, Sprache zu verstehen. Beides basiert auf neuen Modellen des Lernens: Die Rechner werden mit Datenmengen gefüttert, erhalten aber keine Anweisungen mehr. In der Programmierung wird ihnen lediglich beigebracht, wie sie selbstständig lernen können. Es werden Datensätze verglichen und daraus ein Ergebnis berechnet: Bei Büchern kann so in mehrere Sprachen automatisch übersetzt werden.

Dennoch ist es derzeit eher unwahrscheinlich, dass es mittelfristig zu einer sogenannten Singularität kommt. Damit wird der Zustand bezeichnet, in dem ein Computer einem menschlichen Gehirn überlegen ist. Bislang bestehen selbst komplexe Systeme nur gelegentlich den so genannten Turing-Test: Dessen Antworten sind im besten Fall so, dass man nicht weiß, ob sie ein Computer oder ein Mensch gegeben hat.

Die Herausforderung der künstlichen Intelligenz besteht darin, nicht nur in einem Spezialgebiet zu bestehen, sondern mehrere, auch nicht zusammenhängenden Gebiete zu beherrschen. Hinzu kommt, dass es bislang nicht gelungen ist, eine emotionale Intelligenz – oder überhaupt Gefühle und Intuition – in einem Computer nachzubilden.

Die nahe Zukunft besteht in der Verbesserungen der Anwendungen der KI in Bereichen, die wenig kreativen Input benötigen und die zu einem großen Teil automatisiert werden können. Das ist in der Datenanalyse der Fall, zum Beispiel bei der Videoüberwachung oder dem Verstehen medizinischer Daten. Auch Satellitenaufnahmen kann eine KI heute auswerten, wenn man zum Beispiel Veränderungen der Landschaft durch Klimawandel beobachten will. Solche Systeme kommen schon beim Eis in der Antarktis zum Einsatz.